Aus sektorieller Sicht hatten die Grundstoff-, Technologie- und Pharmatitel einen starken Monat, während die zyklischen und nichtzyklischen Konsumgüter und die Versorger eine Korrektur erlebten. Der grosse Gewinner des Monats war der Goldpreis, der fast im zweistelligen Prozentbereich zulegte und von den Unsicherheiten bezüglich der Finanzierung der US-Schulden profitierte. Schliesslich blieben die Schweizer und globalen Obligationenpreise nahezu unverändert, da die globalen Zinsen auf hohem Niveau verharrten, während Schwellenländeranleihen etwas stärker zulegten.
Investitionsgetriebenes Wachstum in den USA
Die US-Konjunktur ist in der ersten Hälfte des Jahres erneut in etwa im Rahmen ihres Potenzials gewachsen. Trotz einer stagnierenden Entwicklung der Realeinkommen infolge der anhaltend hohen Inflation ist der Konsum weitergewachsen (Grafik 1). Dies lässt sich auf den weiteren Rückgang der Sparquote zurückführen, die mittlerweile ein Niveau von 2,7 % erreicht hat. Ein ähnliches Niveau haben wir in den letzten 75 Jahren dreimal gesehen. Deshalb ist nicht damit zu rechnen, dass der Konsum künftig ohne die Unterstützung eines über die Inflation steigenden Einkommens den Wachstumstrend der letzten Jahre fortsetzen kann.
Quelle: Pictet Asset Management, Refinitiv, 25.08.2026
Der aktuelle Wachstumstreiber der US-Konjunktur – sowie der Konjunktur in einigen anderen Volkswirtschaften – ist die Investitionstätigkeit ausserhalb des Wohnungsbaus. Während die Investitionen in Wohnhäuser aufgrund des hohen Zinsniveaus weiterhin auf tiefem Niveau verharren und einen negativen Einfluss auf die Realwirtschaft haben, erweisen sich die Unternehmensinvestitionen als sehr robust und wenig zinssensitiv. Dies hängt wesentlich mit den Investitionen zusammen, die im Zusammenhang mit den Aktivitäten im Bereich der künstlichen Intelligenz stehen. Grafik 2 zeigt, wie stark die Ausgaben für sogenannte «Informations- und Datenverarbeitungsgeräte» in den letzten Jahren und insbesondere in den letzten Monaten angestiegen sind. Für die nächsten Quartale ist davon auszugehen, dass die Unternehmensinvestitionen – ähnlich wie in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre – der Hauptmotor des US-amerikanischen Wachstums bleiben werden.
Quelle: Pictet Asset Management, Refinitiv, 25.08.2026
Weiterhin übergewichtet in Aktien
Wir behalten unsere Übergewichtung in Aktien und insbesondere im Industriesektor sowie bei Titeln der Informationstechnologie bei, haben in letzterem Sektor jedoch unsere Übergewichtung reduziert. Zudem bleiben wir in kleinkapitalisierte globale und insbesondere US‑amerikanische Unternehmen stärker als in unserem Benchmark investiert. Dagegen sind wir bei globalen Obligationen untergewichtet. Innerhalb des Obligationenuniversums sind wir in Schwellenländerobligationen und Unternehmensanleihen übergewichtet, während wir Staatsanleihen untergewichten. Ebenfalls gegenüber Staatsanleihen übergewichtet bleiben unsere Hedgefondspositionen.